Lebenslauf fürs Praktikum
Fast jeder Ratgeber zum Lebenslauf beginnt mit der Berufserfahrung. Fürs Praktikum ist das der falsche Anfang: Genau dieser Abschnitt ist bei dir noch leer oder kurz — und das ist kein Mangel, sondern der Grund, warum du dich um ein Praktikum bewirbst.
Was den Lebenslauf fürs Praktikum trägt, sind die anderen Abschnitte: dein Studium oder deine Ausbildung, Projekte, Sprachen, Kenntnisse. Die Regel ist deshalb: Reihenfolge nach Stärke, nicht nach Gewohnheit. Was dich am besten zeigt, steht oben. Was leer wäre, wird nicht mit Floskeln gefüllt, sondern weggelassen.
Bei FairCV ist beides ein Handgriff: Unter Abschnitte anpassen schiebst du jeden Abschnitt am Griff an die Stelle, an die er gehört, und blendest aus, was du nicht brauchst. Die Vorschau zeigt dir das Ergebnis sofort.
Reihenfolge nach Stärke — so baust du ihn auf
Zwei typische Fälle, zwei Reihenfolgen:
Erstes Praktikum, noch keine Praxiserfahrung.
Profil → Ausbildung → Projekte → Fähigkeiten → Sprachen → Zertifikate → Links.
Berufserfahrung: ausgeblendet.
Zweites Praktikum, Nebenjob oder Werkstudentenstelle.
Profil → Berufserfahrung (mit dem ersten Praktikum) → Ausbildung → Projekte → Fähigkeiten → Sprachen → Zertifikate → Links.
Wichtig für den ersten Fall: Lass die Berufserfahrung nicht einfach leer. Ein leerer Abschnitt würde im PDF mit Platzhaltertext gefüllt („Position“, „Unternehmen“, „Zeitraum“) — blende ihn stattdessen aus. Ausblenden löscht nichts: Sobald du eine Station hast, schaltest du ihn wieder ein.
Bei Vorlagen mit Seitenleiste stehen Fähigkeiten, Sprachen, Zertifikate und Links in der Seitenleiste, Profil, Berufserfahrung, Ausbildung und Projekte im Hauptbereich. Die Reihenfolge gilt dann innerhalb des jeweiligen Bereichs; das Panel zeigt dir je Abschnitt, wo er liegt.
Abschnitt für Abschnitt — worauf es fürs Praktikum ankommt
- Profil (Kurzprofil). Zwei bis drei Sätze, oben. Fürs Praktikum beantwortet das Profil eine Frage, die sonst niemand stellt: Was willst du dort lernen, und was bringst du schon mit? Nenne Studiengang und Semester, den Schwerpunkt, der zum Praktikum passt, und den Zeitraum, in dem du verfügbar bist. Kein Ziel wie „Herausforderung suchen“ — sondern das konkrete Feld.
- Ausbildung. Beim Praktikum ist das dein stärkster Abschnitt, also gehört er nach oben. Neben Abschluss, Institution und Zeitraum trägt hier die Beschreibung: Schwerpunkte, relevante Module, die Abschluss- oder Seminararbeit, wenn sie zum Praktikum passt, ein Auslandssemester. Wer noch im Studium ist, schreibt den angestrebten Abschluss mit „voraussichtlich“ und Jahr.
- Projekte. Der Abschnitt, den Bewerber fürs Praktikum am häufigsten übersehen — und der die fehlende Berufserfahrung am besten ersetzt. Hier hinein gehört alles, was du tatsächlich gemacht hast: Uni-Projekte, eine eigene Website oder App, ein Vereins- oder Ehrenamtsprojekt, ein Wettbewerb, ein Blog. Jedes Projekt hat bei FairCV Name, deine Rolle, Zeitraum, einen Link und eine Beschreibung — schreib in die Beschreibung, was du beigetragen hast, nicht was das Projekt war.
- Fähigkeiten. Sechs bis zehn, die wichtigsten zuerst — und „wichtig“ heißt: in der Praktikumsausschreibung genannt. Werkzeuge und Methoden aus dem Studium zählen (Software, Programmiersprachen, Labor- oder Analysemethoden), Soft Skills wie „teamfähig“ nicht.
- Sprachen. Immer mit Niveau („Englisch – C1“, „Französisch – Grundkenntnisse“). Für Praktika in internationalen Teams oder im Ausland ist das oft der Abschnitt, der über die Einladung entscheidet — deshalb steht er nicht ganz unten.
- Zertifikate. Kurse, Online-Zertifikate, Sprachzertifikate, Führerschein, wenn er gefordert ist. Nur, was zum Praktikum passt: Drei passende Einträge wirken stärker als zehn beliebige.
- Berufserfahrung. Hier stehen Praktika, Werkstudentenjobs, Nebenjobs, Ausbildungsstationen — mit Position, Unternehmen, Zeitraum und ein bis drei Stichpunkten, was du dort gemacht hast. Ein Nebenjob ohne Bezug zum Praktikum darf hinein, wenn er Verlässlichkeit zeigt; er muss nur ehrlich beschrieben sein. Hast du nichts davon: ausblenden (siehe oben).
- Links. Portfolio, GitHub, LinkedIn — aber nur, wenn dort etwas zu sehen ist. Ein leeres Profil ist schlechter als kein Link.
Was du weglassen kannst
- Leere Abschnitte. Ausblenden statt füllen. Ein Praktikumslebenslauf, der auf einer Seite vier gute Abschnitte zeigt, ist stärker als einer mit acht dünnen.
- Stationen ohne Inhalt. Ein Ferienjob mit einer Zeile Text ist in Ordnung; drei Stichpunkte über nichts sind es nicht.
- Das Foto ist bei FairCV ein optionales Feld; ohne Foto entsteht keine Lücke. Ob es hinein gehört, ist eine eigene Frage — dazu: Lebenslauf ohne Foto erstellen.
- Angaben, nach denen niemand gefragt hat. Bei FairCV gibt es kein Feld für Geburtsdatum oder Familienstand. Was ein Arbeitgeber davon braucht, fragt er später ab.
Alles, was du eintippst, bleibt dabei in deinem Browser — auch fürs Ausprobieren verschiedener Reihenfolgen brauchst du kein Konto: Lebenslauf erstellen ohne Anmeldung.
Häufige Fragen
- Ich habe noch gar keine Berufserfahrung. Was schreibe ich in den Abschnitt?
- Nichts — blende ihn aus. Unter „Abschnitte anpassen“ nimmst du den Haken bei „Berufserfahrung“ heraus; im PDF erscheint der Abschnitt dann nicht. Ein leer gelassener Abschnitt würde dagegen mit Platzhaltertext gefüllt.
- Kann ich Projekte oder Ausbildung vor die Berufserfahrung stellen?
- Ja. Im selben Panel ziehst du jeden Abschnitt am Griff an seine Stelle; das PDF übernimmt die Reihenfolge. Bei Vorlagen mit Seitenleiste bleiben Fähigkeiten, Sprachen, Zertifikate und Links in der Seitenleiste — dort ordnest du sie untereinander.
- Wie lang soll ein Lebenslauf fürs Praktikum sein?
- Eine Seite. Mit Studium, zwei Projekten und den Kenntnissen ist sie voll; mehr braucht es nicht, solange die Berufserfahrung kurz ist.
- Zählt ein Nebenjob als Berufserfahrung?
- Ja, als Station unter „Berufserfahrung“ — mit Position, Unternehmen, Zeitraum und einem ehrlichen Stichpunkt. Er zeigt Verlässlichkeit, auch ohne Bezug zum Praktikum.
- Wohin mit Ehrenamt, Verein oder einem eigenen Projekt?
- Unter „Projekte“: Name, deine Rolle, Zeitraum, optional ein Link, und in der Beschreibung dein Beitrag. Fürs Praktikum ist das oft der Abschnitt, der den Unterschied macht.
- Die Vollständigkeitsanzeige sagt, mir fehlt die Berufserfahrung. Ist das ein Problem?
- Nein. Die Anzeige im Editor prüft, ob mindestens eine Station eingetragen ist — unabhängig davon, ob du den Abschnitt ausgeblendet hast. Fürs Praktikum darf dieser Punkt offen bleiben; das PDF ist davon nicht betroffen.
Was dich trägt, nach oben. Der Rest ausgeblendet.
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