Was gehört in einen Lebenslauf?

Die kurze Antwort: fünf Dinge immer, vier, wenn sie etwas beitragen — und einiges, was früher üblich war, heute nicht mehr.

Die lange Antwort steht in jedem Ratgeber, und sie hat meist fünfzehn Punkte mit „kann“ und „sollte“. Wir machen es anders herum: Unser Editor fragt genau das ab, was hineingehört. Für das, was wegbleibt, gibt es kein Feld. Diese Seite geht die Liste in der Reihenfolge durch, in der sie im Editor steht.

Lebenslauf erstellen

Fünf Pflichtteile — ohne die ist der Lebenslauf nicht fertig

Diese fünf Punkte sind bei uns die Checkliste Vollständigkeit im Editor. Sie ist ein Hinweis, keine Sperre: kein Punktestand, keine Ampel, und du kannst jederzeit exportieren. Aber wenn einer der fünf fehlt, fragt sich jeder Leser, warum.

  1. 1Name und Kontakt. Name, dazu mindestens E-Mail oder Telefonnummer — das ist die ganze Mindestanforderung. Eine Berufsbezeichnung unter dem Namen („Industriekauffrau“, „Frontend-Entwickler“) hilft beim Einordnen, eine Postadresse ist heute optional; Stadt reicht meist. LinkedIn oder Website nur, wenn dort etwas Gepflegtes steht.
  2. 2Kurzprofil. Zwei bis drei Sätze: Schwerpunkt, Erfahrung, Zielrolle. Nicht „motivierter Teamplayer“, sondern was du tust, wie lange schon, und wohin es gehen soll. Das ist der Absatz, den jemand liest, der zehn Sekunden Zeit hat.
  3. 3Berufserfahrung — mit Stichpunkten. Pro Station: Position, Unternehmen, Zeitraum. Und dann das, was den Unterschied macht: drei bis fünf Stichpunkte, die mit einem Verb beginnen und ein Ergebnis nennen („Umstellung des Reportings auf Power BI, Berichtszeit von drei Tagen auf einen Tag“). Eine Station ohne Stichpunkte ist eine Behauptung, keine Erfahrung. Neueste Station zuerst.
  4. 4Ausbildung. Abschluss, Institution, Zeitraum — und nur dann eine Beschreibung, wenn Schwerpunkte oder Abschlussarbeit zur Stelle passen. Die Grundschule gehört nicht hinein; die Schule mit dem höchsten Abschluss reicht, sobald du ein Studium oder eine Ausbildung hast.
  5. 5Fähigkeiten. Sechs bis zehn, die wichtigsten zuerst, konkret (Werkzeug, Methode, Software statt „EDV-Kenntnisse“). Weniger als drei sieht nach Vergessen aus. Fremdsprachen gehören nicht hierher — sie haben ihren eigenen Abschnitt.

Eine Ausnahme, und sie ist wichtig: Was du nicht vorzuweisen hast, lässt du weg — du ziehst es nicht herbei. Wer noch keine Berufserfahrung hat, schreibt keinen Ferienjob zu drei Stichpunkten auf, sondern blendet den Abschnitt aus (ein leerer Abschnitt würde im PDF mit Platzhaltertext gefüllt, ein ausgeblendeter erscheint gar nicht). Die Checkliste bleibt an dieser Stelle dann offen; das ist in Ordnung, sie ist ein Hinweis. Ein Lebenslauf mit vier ehrlichen Abschnitten ist stärker als einer mit acht dünnen — wie das ohne Berufserfahrung konkret aussieht, steht auf Lebenslauf fürs Praktikum.

Vier optionale Abschnitte — rein, wenn sie etwas beitragen

Diese vier gibt es im Editor als eigene Abschnitte, und jeder lässt sich ausblenden, ohne dass Inhalte verloren gehen. Die Regel ist einfach: Ein leerer oder belangloser Abschnitt ist schlechter als kein Abschnitt.

  • Sprachen — mit Niveau („Englisch – verhandlungssicher“, „Französisch – B1“). Muttersprache darf drinstehen, muss aber nicht, wenn es die Landessprache ist.
  • Projekte — Name, deine Rolle, Zeitraum, ein Link, eine Zeile Beschreibung. Das ist der Abschnitt für alles, was keine Anstellung war, aber Wirkung hatte: Abschlussarbeit, Ehrenamt mit Verantwortung, Open Source, ein Nebenprojekt mit Nutzern.
  • Zertifikate — Kurse und Weiterbildungen, die für die Stelle zählen. Nicht jeder Zweistundenkurs.
  • Links — Portfolio, GitHub, Website. Nur, was du einem Fremden zeigen würdest.

Reihenfolge und Sichtbarkeit legst du im Editor unter Abschnitte anpassen fest. Wie du sie sortierst, wenn dir die Berufserfahrung noch fehlt, steht auf Lebenslauf fürs Praktikum.

Was nicht (mehr) hineingehört

Vieles davon stand vor zwanzig Jahren in jedem Lebenslauf. Heute ist es entweder überflüssig oder eine Einladung, dich nach Dingen zu beurteilen, die mit der Stelle nichts zu tun haben. Für keinen dieser Punkte hat unser Editor ein Feld — das ist Absicht.

Weg damitWarum
Geburtsdatum, AlterSagt nichts über Eignung. Seit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz darf das Alter bei der Auswahl keine Rolle spielen; wer es weglässt, macht nichts falsch. In englischsprachigen Bewerbungen ist es ohnehin unüblich.
Familienstand, KinderPrivatsache. Gehört seit Jahren nicht mehr hinein.
Staatsangehörigkeit, Religion, GeburtsortNur relevant, wenn die Stelle es ausdrücklich verlangt — dann fragt der Arbeitgeber danach, nicht der Lebenslauf.
Eltern, Geschwister, Beruf der ElternEin Relikt aus Zeiten, in denen der Lebenslauf handschriftlich war.
GrundschuleDie höchste Schulstation reicht, und mit Ausbildung oder Studium reicht die auch.
Ort, Datum, UnterschriftEin Lebenslauf ist kein Vertrag. Die Unterschrift ist Gewohnheit, keine Pflicht — wenn du unterschreiben willst, tu es im Anschreiben. Ein sauberes PDF kommt ohne Unterschriftszeile aus.
Hobbys als eigener Abschnitt„Lesen, Reisen, Freunde treffen“ sagt nichts. Wenn ein Hobby wirklich zur Stelle passt (du bewirbst dich im Sportverein und trainierst eine Jugendmannschaft), ist es ein Projekt mit Rolle und Wirkung — dafür gibt es den Abschnitt.
FotoOptional, in vielen Ländern unüblich. Warum jede unserer Vorlagen ohne Foto vollständig ist, steht auf Lebenslauf ohne Foto.

Wenn eine Stellenanzeige eines dieser Dinge ausdrücklich verlangt, gehört es ins Anschreiben oder in die Antwort auf die Frage — nicht als Dauerzeile in jeden Lebenslauf, den du verschickst.

So prüfst du, ob nichts fehlt

Neben der Vorschau zeigt der Editor die Checkliste Vollständigkeit mit den fünf Pflichtteilen (die Berufserfahrung zählt dort doppelt: Station vorhanden, Stichpunkte vorhanden). Jeder offene Punkt hat einen Hinweis, was fehlt, und einen Sprung zum passenden Abschnitt. Das Foto ist bewusst nicht Teil der Liste — ob es hineingehört, hängt vom Land ab, nicht vom Lebenslauf.

Zwei Dinge prüft keine Checkliste, also prüf sie selbst: Länge (eine Seite bei wenig Erfahrung, zwei bei viel — mehr braucht fast niemand; im Editor kannst du jede Station „auf neuer Seite beginnen“ lassen, damit nichts mitten in der Station umbricht) und Lücken (ein Zeitraum ohne Station fällt auf; eine ehrliche Zeile — Elternzeit, Pflege, Reise, Jobsuche — ist besser als ein Loch).

Häufige Fragen

Wie lang darf ein Lebenslauf sein?
Eine Seite bei wenig Erfahrung, zwei bei viel. Drei nur, wenn jede Zeile für die Stelle zählt. Die Vorschau zeigt dir den Umbruch, bevor du exportierst.
Muss ich den Lebenslauf unterschreiben?
Nein. Es gibt keine Vorschrift dafür. Wer unterschreiben will, tut es im Anschreiben. Unser Editor hat keine Unterschriftszeile.
Gehört das Geburtsdatum in den Lebenslauf?
Es muss nicht. Viele lassen es weg, und im englischsprachigen Raum ist es unüblich. Wir haben kein Feld dafür.
Und Hobbys?
Kein eigener Abschnitt. Wenn ein Hobby etwas über deine Eignung sagt, ist es ein Projekt mit Rolle und Wirkung. Wenn nicht, gehört es nicht hinein.
In welcher Reihenfolge?
Neueste Station zuerst, innerhalb jedes Abschnitts. Die Abschnitte selbst: Profil, Berufserfahrung, Ausbildung, Projekte — es sei denn, die Erfahrung fehlt noch, dann siehe Lebenslauf fürs Praktikum.
Was ist bei einem englischen Lebenslauf anders?
Kein Foto, kein Geburtsdatum, andere Überschriften. Der Editor stellt die Überschriften per Schalter um, siehe Lebenslauf auf Englisch.

Fünf Pflichtteile, kein Ballast. Fang an.

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